Wenn man das Gefühl hat, in Aufgaben zu versinken

Jeder kennt irgendwie dieses Gefühl die ganze Zeit beschäftigt zu sein, bemüht alle Aufgaben zu erledigen und am Ende des Tages doch das Gefühl zu haben, nichts erreicht zu haben. Gerade in dieser Zeit, in der wir immer mehr Freiheiten haben, nimmt diese Problematik zu. Mittlerweile ist es ganz normal, sich seine Arbeitszeiten und Erledigung der Aufgaben flexibel anzupassen. Das bringt natürlich viele Vorteile mit sich, denn so kann man Arbeit und Privatleben besser miteinander verbinden. Allerdings bringen diese Freiheiten auch das Problem mit sich, dass Grenzen immer mehr verschwimmen.

Es ist keine Besonderheit mehr, von zuhause aus zu arbeiten, und während das vor ein paar Jahren noch der Traum eines jeden Arbeitnehmers war, wird mittlerweile deutlich, welche Belastungen dieses Modell mit sich bringt. Arbeitet man im Home Office, kann es sehr einfach passieren, dass man nach einiger Zeit keine Trennung mehr zwischen der Arbeit und dem Privatleben erkennen kann. Man erledigt durcheinander Aufgaben verschiedener Bereiche und fühlt sich zu zerstreut und auch sehr schnell ausgelaugt.

Das setzen von Prioritäten ist so wichtig wie noch nie. Denn wenn man sich über den Stellenwert, den bestimmte Bereiche für einen selbst haben keine Gedanken macht, läuft man schnell in eine falsche Richtung. Und während man diese Problematik nicht sofort bemerkt, stellt man nach einiger Zeit fest, dass man gar nicht an dem Punkt ist, wo man eigentlich gerne wäre. Das setzen von Prioritäten könnte man auch als Fokussierung der eigenen Energie beschreiben. Jeder von uns hat nicht unendlich viel Energie. Schnell ist man körperlich und geistig erschöpft. An manchen Tagen mehr, an anderen Tagen weniger. Wenn man für sich selbst nicht definiert, welche Bereiche wichtig und welche weniger wichtig sind, würde man für alle Bereiche gleich viel Energie aufwenden. Eventuell ist man dann erschöpft, bevor man sich den, für einen selbst eigentlich am wichtigsten Bereichen, zuwendet. Auf lange Sicht gesehen, würde so ein Verhalten zu Lebensunzufriedenheit führen, da man seine Ressourcen nicht in die wirklich wichtigen Dinge investiert.

Aber es ist wichtig zu beachten, dass es sich hierbei um einen flexiblen Prozess handelt und auch Tagesform oder besondere Ereignisse in die Gewichtung von Bereichen mit einfließen. Auch das Bauchgefühl sollte immer bei dieser Gewichtung eine wichtige Rolle spielen. Aber auch, wenn diese Gewichtung flexibel ist, gibt es doch für jeden eine grundsätzliche Vorstellung davon, was wirklich wichtig ist. Obwohl es jedem von uns grundsätzlich klar ist, welche Bereiche welchen Stellenwert haben, ist es manchmal gut sich ab und zu bewusst damit auseinanderzusetzen. Denn so fallen teilweise Diskrepanzen zwischen den Prioritäten und dem tatsächlichen Verhalten auf.

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